Latinarium

Gedichte des Ovid

Publius Ovidius Naso (43 v. Chr. – 18 n. Chr.) wurde in die lokale Oberschicht des Städtchens Sulmo hineingeboren. Seine frühen Werke wie die Heroides oder die Amores haben erotische Themen zum Inhalt. Noch bekannter ist seine dreibändige Ars amatoria, in der Ovid mithilfe einer Fülle an Stilmitteln und einer gehörigen Portion Augenzwinkern Ratschläge gibt, wie man den richtigen Partner finden und halten kann.

Ovids Hauptwerk jedoch sind die 15 Bücher umfassenden Metamorphosen, die, im Versmaß des Hexameters, unter dem Gesichtspunkt der Verwandlung zahlreiche Mythen seit der Erschaffung der Welt miteinander verbinden. Aus nicht restlos geklärten Gründen wurde Ovid von Kaiser Augustus nach Tomi am Schwarzen Meer verbannt, wo er, trotz mehrerer Versuche, diesen umzustimmen, bis an sein Lebensende bleiben musste.

Quellen der Informationen und lateinischen Texte:

Kenney, E. J.: P. Ovidi Nasonis Amores; Medicamina faciei femineae; Ars amatoria; Remedia amoris. 2. Auflage. New York: Oxford University Press, 1994.

Müller, Werner u.a. (Hg.): Das Lektürebuch. 1. Auflage. Wien: Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung GmbH, 2010 (Schulbuchnummer 150593).

Oswald, Renate: Unsterblicher Mythos. Latein in unserer Zeit. 3. Auflage. Wien: Verlag Hölder-Pichler-Tempsky GmbH, Nachdruck 2018 (Schulbuchnummer 120724).