Tacitus‘ „Agricola“
Publius Cornelius Tacitus, der berühmteste Historiker Roms, verfasste zu Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit den Agricola, eine Biographie seines gleichnamigen Schwiegervaters (40 – 96 n. Chr.), eines fähigen Militärs, der in seiner Amtszeit große Teile Britanniens erobert hatte. Agricola ist außerdem eine Abrechnung mit der Herrschaft Domitians, dessen tyrannische Züge offengelegt werden. Tacitus suggeriert, dass Agricola aufgrund seiner Tugenden eigentlich der bessere Kaiser gewesen wäre, und stellt in den Raum, dass Domitian an Agricolas Tod nicht unschuldig gewesen sein könnte. So zeigt sich Tacitus‘ Agricola als vielschichtiges Werk, das lesenswert ist wie eh und je.
- Agricola 1-3 – Einleitung
- Agricola 4-9 – Frühe Jahre
- Agricola 10-12 – Beschreibung Britanniens
- Agricola 13-17 – Geschichte des römischen Britannien
- Agricola 18-21 – Die ersten zwei Jahre der Statthalterschaft
Quelle der lateinischen Texte:
Ungern-Sternberg, J. von (Hg.): P. Cornelius Tacitus. Libri qui supersunt. 2. Auflage nach Josef Delz. Berlin: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, 2010.
