Latinarium

Phaedrus 4, 3 – Der Fuchs und die Traube
Famé coácta vúlpes ált(a) in víneá
uv(am) áppetébat súmmis sáliens víribús.
Quam tánger(e) út non pótuit, díscedéns aít:
„Nondúm matúra (e)st; nól(o) acérbam súmeré.”
Qui, fácere quaé non póssunt, vérbis élevánt,
adscríber(e) hóc debébunt éxemplúm sibí.

Ein von Hunger getriebener Fuchs strebte auf einem hohen Weinstock eine Traube an, indem er mit aller Kraft [wörtlich: mit höchsten Kräften] sprang. Als er sie nicht berühren konnte, sagte er im Weggehen: „Sie ist noch nicht reif; ich will keine saure nehmen.”

Die, welche das mit Worten abwerten, was sie nicht erreichen können, werden sich dieses Beispiel zuschreiben müssen.