Ars Amatoria III, 433-438; 443; 445-446 – Warnung vor allzu gestylten Männern
| Séd vitáte virós cultúm formámque proféssos |
| quíque suás ponúnt ín statióne comás. |
| Quaé vobís dicúnt, dixérunt mílle puéllis: |
| érrat et ín nullá séde morátur amór. |
| Fémina quíd faciát, cum sít vir lévior ípsa |
| fórsitan ét plurés póssit habére virós? |
| Néc coma vós fallát liquidó nitidíssima nárdo |
| néc toga décipiát filó tenuíssima néc si |
| ánulus ín digitís álter et álter erít! |
Aber vermeidet Männer, die ihren Schmuck und ihre Schönheit zur Schau stellen und die ihre Haare in Ordnung bringen. Das, was sie zu euch sagen, sagten sie zu tausend Mädchen: ihre Liebe irrt umher und verweilt an keinem Sitz. Was soll die Frau tun, wenn der Mann herausgeputzter ist als sie selbst und vielleicht mehr Männer haben könnte?
Euch soll weder vom flüssigen Nardenöl sehr glänzendes Haar täuschen noch eine Toga von sehr feinem Faden betrügen noch, wenn der eine und der andere Ring an den Fingern steckt [wörtlich: sein wird]!
