Metamorphosen 15, 871-879 – Epilog
| Iámqu(e) opus éxegí, quod néc Iovis íra nec ígnes |
| néc poterít ferrúm nec edáx abolére vetústas! |
| Cúm volet, ílla diés, quae níl nisi córporis húius |
| iús habet, íncertí spatiúm mihi fíniat aévi: |
| Párte tamén melióre meí super álta perénnis |
| ástra ferár noménqu(e) erit índelébile nóstrum, |
| quáque patét domitís Romána poténtia térris, |
| óre legár popúli perqu(e) ómnia saécula fáma, |
| sí quid habént verí vatúm praeságia, vívam! |
Und schon habe ich ein Werk vollendet, das weder der Zorn Jupiters noch Feuer, Eisen oder das verzehrende Alter vernichten können wird!
Wenn jener Tag, welcher nur über diesen Körper Macht hat, es will [wörtlich: wollen wird], mag er [wörtlich: mir] die Zeitdauer meiner ungewissen Lebenszeit beenden: Dennoch werde ich mich mit dem besseren Teil von mir immerwährend über die hohen Sterne erheben und mein [wörtlich: unser] Name wird unzerstörbar sein, und wo sich die römische Herrschaft über die bezwungenen Länder erstreckt, werde ich vom Mund des Volkes gelesen werden und, wenn die Weissagungen der Seher etwas Wahres haben, durch alle Zeitalter hindurch durch meinen Ruhm leben!
