Latinarium

De bello Gallico I, 9

Relinquebatur una per Sequanos via, qua Sequanis invitis propter angustias ire non poterant.

His cum sua sponte persuadere non possent, legatos ad Dumnorigem Haeduum mittunt, ut eo deprecatore a Sequanis impetrarent.

Dumnorix gratia et largitione apud Sequanos plurimum poterat et Helvetiis erat amicus, quod ex ea civitate Orgetorigis filiam in matrimonium duxerat, et cupiditate regni adductus novis rebus studebat et quam plurimas civitates suo beneficio habere obstrictas volebat.

Itaque rem suscipit et a Sequanis impetrat, ut per fines suos Helvetios ire patiantur, obsidesque uti inter sese dent perficit: Sequani, ne itinere Helvetios prohibeant, Helvetii, ut sine maleficio et iniuria transeant.

Ein Weg, durch das Gebiet der Sequaner, blieb übrig, auf dem sie gegen den Willen der Sequaner wegen der Enge nicht ziehen konnten.

Als sie diese von selbst nicht überreden konnten, schickten sie Gesandte zum Haeduer Dumnorix, damit sie es mit ihm als Fürsprecher von den Sequanern erreichten.

Dumnorix hatte durch sein Ansehen und seine Freigiebigkeit den größten Einfluss bei den Sequanern und war den Helvetiern freundlich gesonnen, weil er aus diesem Stamm die Tochter des Orgetorix zur Frau genommen hatte und er strebte, vom Verlangen nach der Königswürde erfüllt, nach einem Umsturz und wollte, dass ihm möglichst viele Stämme durch seine Wohltat verpflichtet seien.

Deshalb übernahm er die Angelegenheit und erreichte von den Sequanern, dass sie zuließen, dass die Helvetier durch ihr Gebiet zögen, und bewirkte, dass sie untereinander Geiseln stellten: die Sequaner, um die Helvetier nicht an der Reise zu hindern, die Helvetier, um ohne Übeltat und Rechtsverletzung durchzuziehen.